Höhenfestpunkt 3614-00005 Höhe: 94,453 m über NHN (DHHN2016)

Höhenfestpunkt 3614-00005
Höhe: 94,453 m über NHN (DHHN2016)

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Höhenmarke 3614-00005 an der Neuen St.-Alexander-Kirche in Wallenhorst (Abb.: © LGLN)

Dieser Höhenfestpunkt wurde im Jahre 1893 durch die Trigonometrische Abteilung der Königlich Preußischen Landesaufnahme an der Neuen St.-Alexander-Kirche in Form einer gusseisernen Höhenmarke angebracht. Er ist seither Höhenanschlusspunkt des Deutschen Haupthöhennetzes (DHHN).
Der Höhenpunkt besteht aus einem gusseisernen Kopf mit Inschrift und einem schmiedeeisernen Schaft, der in das Mauerwerk eingelassen ist. Die Höhe über Normalnull bezieht sich auf den höchsten Punkt des Kopfes. Eine ursprünglich auf der Vorderseite vorhandene Bronzeplatte mit der Höhenangabe wurde bei nachfolgenden Messungen durch eine glatte Verschlussplatte ersetzt.

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Geschichte der St-Alexander Kirche

alexanderkirche frontZur katholischen Kirchengemeinde St. Alexander gehören zwei Kirchen: Die alte St. Alexanderkirche im heutigen Alten Dorf war Mitte des 19. Jahrhunderts zu klein geworden. Man entschloss sich, an der heutigen Stelle eine neue, sehr viel größere Kirche im Ortskern zu bauen.

Die Gründung der Alten St. Alexanderkirche erfolgte der Sage nach durch Karl den Großen, der nach dem Sieg über Wittekind in Wallenhorst "den Heidentempel zerstörte und daraus die erste Kirche baute. Auf diese setzte er eine goldene Henne zum Zeichen, dass sie die übrigen Kirchen ausbrüten sollte." Tatsächlich ist die Alte Wallenhorster Kirche eine der ältesten Kirchen des Bistums Osnabrück. Unter der Kirche befindet sich ein Findlingsfundament, das an zwei Stellen über den Grundriss der heutigen Kirche hinausreicht und durchaus dem in der Sage erwähnten heidnischen Heiligtum zugeordnet werden kann. Was die Henne betrifft, so ist sie mit Sicherheit über 300 Jahre alt.

Die erste urkundliche Erwähnung Wallenhorsts ist im Bericht der Fuldaer Mönche Rudolf und Meginhart über die "Translatio sancti Alexandri" enthalten. Darin wird von der "Übertragung der Gebeine des heiligen Alexander" von Rom nach Wildeshausen durch den Wittekindenkel, Graf Waltbert berichtet. Dieser Zug traf am 3.1.851 in Wallenhorst ein. Das Patrozinium der Kirche erinnert an dieses Ereignis.

Innerhalb des Findlingsrahmens konnte eine kleine steinerne Saalkirche (um 800) nachgewiesen werden, die um das Jahr 1000 zu einer Pfeilerbasilika erweitert wurde. In mehreren Baustufen entstanden nacheinander eine Emporenkirche (1150), eine Emporenbasilika (1250) und eine gotische Hallenkirche (14./15. Jhrh.). Um 1500 wurde der Turm angebaut und 1692 die Sakristei. 1766/67 erfolgte der Einbau einiger barocker Fenster und einer Seitentür in der Südwand.

Nach dem Bau der neuen Pfarrkirche im Jahre 1881, gab es für die alte Kirche keine Verwendung mehr. Trotzdem ist sie vor dem Verfall bewahrt worden. In den Jahren nach 1968 wurden Teile des Mauerwerks und des Dachstuhls erneuert, sowie Kirchendach und Turm neu eingedeckt und auch der Innenraum renoviert, so dass dort heute wieder Gottesdienste zu besonderen Anlässen und Konzerte stattfinden können.

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